Neujahrsempfang am 11.01.2020

Wie schön es ist, im neuen Jahr gleich mit einer Feier zu starten, durften wir bereits in den vergangenen Jahren erleben. Und genau so haben wir es auch wieder zu Beginn diesen Jahres gehalten. Mit etwa 50 Gästen, ehrenamtliche sowie hauptamtliche Mitarbeiter/innen des Vereins, haben wir gesellige und gemütliche Stunden verbracht. Etwas war allerdings anders als in den letzten Jahren: in diesem Jahr haben wir unsere Feier nicht im Mehrzweckraum des Zentrums Spatz 21 ausgerichtet, sondern sind dafür in den Kleinen Saal der Friedenskirche gezogen. Dieser schöne Raum ist nicht nur ein Stückchen heller, sondern auch größer, so dass alle Gäste sich wohl fühlen konnten und genug Platz hatten.

Nachdem der Vorstandsvorsitzende Andreas Hillmann-Apmann uns freundlich begrüßt und auch immer wieder viel Wertschätzung gerade für die ehrenamtliche Arbeit zum Ausdruck gebracht hat, gab uns unser Pastor Michael Bendorf sehr interessante Informationen über die Geldverteilung der Stadtverwaltung, die er recherchiert hat. Dass z.B. ein enorm hoher Kostenanteil der Stadt dem Fachbereich Soziales und damit vielen unterschiedlichen Einrichtungen zur Verfügung gestellt wird, ist sehr bemerkenswert. Damit können viele Projekte und Dienstbereiche für Menschen in besonderen Notlagen durch hauptamtliche Mitarbeiter finanziert werden. Dennoch aber ist das Ehrenamt unverzichtbar, denn diese relativ hohe Fördersumme für Soziale Anliegen reicht längst nicht aus, um alle hilfebedürftigen Menschen angemessen unterstützen zu können.

Wir sind dankbar für jede/n einzelne/n ehrenamtiche/n Mitarbeiter/in, der/die ein Herz für eines unseres Projekte hat, sich Zeit dafür nimmt und eine wichtige Arbeit zum Wohle der Menschen unserer Stadt Braunschweig übernimmt. Es ist schön, mit Euch auf dem Weg zu sein.

In diesem Sinne wünschen wir allen ein glückliches und gelingendes neues Jahr 2020!


Abschied von einem Hoffnungsträger


Spatz 21 in der Braunschweiger Zeitung vom 18.11.2019

In der Braunschweiger Zeitung vom 18.11.2019 erschien ein Artikel über die Erweiterung der Kita-Plätze in Braunschweig. Darin wird u.a. ausführlich über unseren Spatz berichtet. Sogar ein Bild vom „zukünftigen“ Spatz ist abgebildet.

Hier der entsprechende Absatz aus dem Artikel:

Am Spatzenstieg 21 im Westlichen Ringgebiet, direkt gegenüber der Friedenskirche, ist ebenfalls eine neue Einrichtung in Vorbereitung. Dazu will der Eigentümer und Bauherr, die Stiftung Netzwerk Nächstenliebe, ein Stockwerk auf sein bereits bestehendes Gebäude aufsetzen. Investitionsvolumen: knapp eine Million Euro.

Geplant ist ein Kindergarten für 50 Kinder über drei Jahren. Träger wird der gemeinnützige Verein Netzwerk Nächstenliebe, der bereits Träger der Krippe im Erdgeschoss ist. Baubeginn soll Anfang 2020 sein, sofern die Witterung es zulässt. Zum neuen Kindergartenjahr soll die Einrichtung bereits an den Start gehen und von 7 bis 16 Uhr geöffnet haben. Über den „Kita-Finder“ der Stadt kann man sich online um einen Platz bewerben. „Zusagen an die Erziehungsberechtigten dürfen erst ab März 2020 gemacht werden“, sagt Andreas Hillmann-Apmann, Vorstandsvorsitzender des Vereins. Die Kita sei, ebenso wie alle anderen Angebote des Familienzentrums, für alle Menschen offen.


Statement gegen Antisemitismus

Der zunehmende Antisemitismus in Deutschland, besonders die aktuellen Ereignisse in Halle,  erschüttert uns als Verein Netzwerk Nächstenliebe.

Deshalb  möchten wir uns gegen Gewalt, Hass und Antisemitismus aussprechen.

„Nicht erst der zutiefst beschämende Anschlag von Halle hat das bedrohliche Ausmaß antisemitischer Gewaltbereitschaft gezeigt“

EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

„Antisemitismus widerspricht allem, wofür das Christentum steht“

EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm

„Wir können es nicht hinnehmen, wenn sich Juden nicht trauen, auf unseren Straßen Kippa zu tragen. Es ist unsere Bürgerpflicht, Antisemitismus in all seinen Formen zu bekämpfen. Und es ist eine herausragende Aufgabe unseres Staates, unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu schützen und einzuschreiten, wo es notwendig ist – auch und gerade bei Demonstrationen und öffentlichen Veranstaltungen. Antisemitismus ist immer ein Angriff auf uns alle, auf unsere Demokratie und unsere offene Gesellschaft. Dem muss sich eine aktive Zivilgesellschaft Tag für Tag entgegenstellen. Nur wenn Juden in Deutschland vollkommen zu Hause sind, ist diese Republik vollkommen bei sich.“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier


Noch mehr unerwartete Hilfe

Ein Anruf aus Ascheberg (bei Osnabrück) hat uns komplett überrascht: Frau Falinski hat nach Jahrzehnten ihren Spiel- und Förderkreis geschlossen und hat uns ihren kompletten Bestand an Kindermöbeln, Spielen, Bastelmaterialien, Geschirr etc. als Spende angeboten.

So kam sie mit ihrem Mann und Bruder in einem Umzugswagen vorgefahren und 44 Umzugskartons und jede Menge Kindermöbeln, Spiele, Bastelmaterialien, Geschirr uvm. wurden von 10 engagierten Helfern in das Familienzentrum getragen und wechselten den „Besitzer“.

Diese großartige Spende hilft uns sehr in der Krippe, in der geplanten Kita, einigen Gruppen in der Friedenskirche und den vielen Angeboten im Familienzentrum.

Wir können nur staunen und Danke sagen!!


Fleißige Helfer im Familienzentrum Spatz 21

Die Kinder der  Krippe Spatz 21 haben nicht schlecht gestaunt, als sich so viele fremde Gesichter mit Eimern, Farbe, Pinsel etc. ans Werk gemacht haben: am Donnerstag den 22.08. haben 16 gut gelaunte Mitarbeiter der Firma Siemens im Rahmen des Projektes „Brücken-Bauer“ der Bürgerstiftung einen ganzen Tag im Familienzentrum einige Gruppenräume, Büroräume, Flure und das Café Spatz gestrichen. Unterstützt wurden wir von einem erfahrenen Maler.

Nun erstrahlen unsere Räume im neuen Glanz und wir sind super glücklich, dass wir diese große Hilfe bekommen haben!

Ganz lieben Dank an alle Beteiligte 🙂 !!


Quelle: Braunschweiger Zeitung, 11. April 2019

Unserem stellv. Vorstandsvorsitzender Hans-Dieter Feisthauer wurde im April 2019 das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland für seine großes ehrenamtliche Engagement in unserer Gesellschaft im Rahmen einer kleinen Feier verliehen.

Wir freuen uns mit ihm und können ihm ebenfalls nur danken für seinen großen Einsatz im Verein NETZWERK NÄCHSTENLIEBE e.V.


Veränderungen bei „Hoffnung hinter Gittern“ :

Petra Meyer zu Hörste gibt die Leitungsaufgabe ab

Nach über zehn Jahren hat Petra Meyer zu Hörste die ehrenamtliche Leitung der Arbeit „Hoffnung hinter Gittern“, ein Projekt des Sozialwerks „Netzwerk Nächstenliebe e.V.“, abgegeben. Christina Maaß, Mitglied des Vorstands vom „Netzwerk Nächstenliebe e. V.“, sprach mit ihr über ihre Beweggründe.

CM: Was hat Dich in den vielen Jahren der Leitung von „Hoffnung hinter Gittern“ immer wieder motiviert?

PMzH: Gottes Wirken erleben zu dürfen, ist ein wunderbares Geschenk. Es wurde sichtbar in den Herzen einzelner Gefangener, in der Begeisterung der Mitarbeiter, in Wegen, die sich mit seiner Hilfe ebnen ließen. Gott sorgte für Kraft, Gelingen und Freude bei der Arbeit.

CM: Warum gibst Du die Leitung ab?

PMzH: Irgendwann versiegten die Ideen, was ich mit Gott in der JVA noch bewegen könnte. Das, was ich mit meiner Art dort auf den Weg bringen konnte, das läuft jetzt. Außerdem gingen mir die Freude und die Leichtigkeit verloren, es wurde mehr und mehr zur Pflichterfüllung. Das funktioniert auf die Dauer nicht. Nach zehn Jahren unter meiner Prägung ist jetzt ein guter Zeitpunkt zu gehen, damit jemand anderes neue Akzente setzen kann, denke ich.

CM: Wie geht es für Dich in der Arbeit „Hoffnung hinter Gittern“ weiter und was hast Du für weitere Pläne, Dich ehrenamtlich zu engagieren?

PMzH: In „meiner“ Gesprächsgruppe werde ich weiterhin Gruppenabende mitgestalten, und auch „meine“ zwei bis drei individuellen Gefangenen-Kontakte werde ich weiterhin mit Post und sporadischen Besuchen versorgen, bis wir das irgendwann in Freiheit fortsetzen können. Außerdem hat Gott mein Herz neu sensibilisiert für Mitmenschen weiblichen Geschlechts, die in schwierigen Lebenslagen sind. Ich glaube, dass ich die Gabe der Ermutigung habe und möchte diese jetzt mehr im Rahmen von Einzelkontakten einsetzen. Es könnte durchaus ein neues Ehrenamt daraus werden.von dem ich ebenfalls schon als Kind geträumt habe, aber das ist noch nicht spruchreif. Ich bin gespannt, was Gott daraus macht.

Petra Meyer zu Hörste wurde am 30. Juni 2019 in froher Runde mit den Mitarbeitenden des Teams, Vertretern vom Verein Netzwerk Nächstenliebe sowie der Gemeindeleitung der Braunschweiger Friedenskirche dankend aus ihrem Leitungsdienst verabschiedet und gesegnet. Aus dem Team ebenfalls gesegnet wurden Stefan von der Decken und Markus Missall, Ev. Freikirche Querum (siehe Foto), die fortan etliche ihrer Aufgaben übernehmen werden. Einige Teilbereiche bleiben zunächst vakant. Die Mitarbeitenden gehen jeden Freitag in die Justizvollzugsanstalt Wolfenbüttel und bieten Gesprächsgruppen an, in denen in lockerer Atmosphäre Fragen des christlichen Glaubens thematisiert werden. Bei Bedarf gehören auch sporadische Einzelbesuche der Gruppenteilnehmer und Kontakte nach der Haftentlassung dazu. Zusätzlich organisiert das Team monatlich Gefängnisgottesdienste. Das Team freut sich über weitere Unterstützung für die Gesprächsgruppenarbeit, da diese immer wieder von vielen Strafgefangenen angenommen werden.


Wir müssen Abschied nehmen …

Ingrid Schinke als Leiterin der Krippe Spatz 21 wird zum 01.08.2019 in den wohlverdienten Ruhestand gehen. 2013 ging die Einrichtung des Verein NETZWERK NÄCHSTENLIEBE e.V. an den Start, an deren Aufbau und Weiterentwicklung Ingrid maßgeblichen Anteil hatte. Mit großem Dank und Anerkennung haben wir am Samstag, den 22.06.2019 ein großes Abschiedsfest im Spatz 21 gefeiert, das unsere Herzen sehr bewegt hat.
Wir wünschen Ingrid Gottes reichen Segen für den Ruhestand.


Tag mit Herzenssachen

Am 11.05. waren wir vom Familienzentrum Spatz 21 für Herzenssache e.V. fleißig: es wurde für Frühchen und Sternchen genäht, gestrickt  und gehäkelt.

Alle haben ihre Nähmaschinen, Strick- und Häkelnadeln mitgebracht und nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung ging es auch gleich los. Dabei herausgekommen sind wunderschöne Einschlag Jäckchen, Mützen, Hosen uvm. Diese werden nun in den mit Herzenssache e.V. kooperierenden Krankenhäusern verteilt. Familien erhalten sie kostenfrei und erfreuen sich an diesen Unikaten in besonders kleinen Größen.

Danke an die tollen Frauen, die sich aufgemacht haben (auch aus Magdeburg:-)), um mit uns gemeinsam die kleinen Helden zu unterstützen!!